...ein satirischer Streifzug durch die Strafjustiz!

 

Presseartikel 


Interview im "Freispruch" - März 2017

 

 

„San`s mer ned bös`“: Zum 75. Geburtstag des Kabarettisten Gerhard Polt

Anwälte machen böses Kabarett über die Justiz

Warum Jochen Thielmann vor dem Bühnen-Auftritt nervöser ist als vor Gericht.


Das Gespräch führte Anne Grages

Eine Welturaufführung kündigt der Anwalt Jochen Thielmann an: „Ersttäter“, ein „schön böses“ Kabarettprogramm über die Strafjustiz, zeigt er mit einer Wuppertaler Kolegin und einem Düsseldorfer Kollegen heute Abend in der Citykirche.

Herr Thielmann, Sie haben ja schon im Gerichtssaal eine Bühne. Wie empfinden Sie den Unterschied zum Kabarett-Auftritt?

Wir sind wesentlich nervöser. Wenn man die Robe anhat, agiert man ja in seiner Funktion und für den Mandanten. Außerdem ist hier schon die Gefahr, dass die Leute nicht lachen und man sich blamiert.

Worum geht es in Ihrem Programm?

Es geht ums Strafrecht – das ist ja das, was die meisten Menschen interessiert. Deshalb kommen Bernie Ecclestone, Ulli Hoeness und Jörg Kachelmann bei uns auch vor. Wir spielen uns nicht selbst, sondern zeigen typische Vertreter der Justiz – ein Strafverteidiger erzählt, wie das so läuft, dann erklärt ein Richter, was da aus seiner Sicht alles nicht stimmt. Es soll die Juristen nicht langweilen und die Laien nicht überfordern.

Erwägen Sie etwa einen Berufswechsel?

Na ja, wir treten nach einigen Kollegen-Geburtstagen zum ersten Mal öffentlich mit dem Programm auf. Wenn es gut ankommt, machen wir es sicher noch mal.

Warum hat der kopflose Robenträger auf Ihrem Plakat ein Weizenbierglas in der Hand?

Weil da so schön viel Schaum reingeht.

(Quelle: Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Wuppertal 23.10.2015)